Nackenschmerzen sind eine lästige Angelegenheit

Nackenschmerzen sind eine lästige Angelegenheit

Nackenschmerzen sind eine lästige Angelegenheit

Nackenschmerzen dürften bekannt sein. Statistisch betrachtet folgen Probleme im Nacken unmittelbar den Rückenschmerzen als zweithäufigste Schmerzerkrankung in Deutschland. Bei jedem Zehnten mit wiederkehrenden Nackenschmerzen werden sie sogar chronisch. Mit dem Alter wächst das Risiko, dass die Schmerzen im Nacken zu einem langfristigen Problem werden.

Als häufige Ursachen der Pein gelten in der Regel das ständiges Arbeiten am Computer, lange Fahrten am Steuer eines Autos, schwere körperliche Belastungen und auch Dauerstress ohne entlastende Pausen. Derlei Beanspruchung der Halswirbelsäule fordert über kurz oder lang seinen Tribut. Dann braucht es nur noch die Zugluft oder eine abrupte Bewegung und plötzlich ist der Schmerz da. Stechend und höchst unangenehm wird der Nacken blockiert, jede Regung wird zur Tortur. Doch, entgegen dem herkömmlichen Sprachgebrauch, ist nicht das offene Fenster in der Nacht ursächlich für die unangenehme Blockade, sondern es hatte sich dann seit geraumer Zeit schon einiges an ursächlicher Verspannung angestaut. 

Es kommt durch bewegungsarme Fehlstellungen der Halswirbelsäule zu Verkürzungen und Versteifungen in der Muskulatur. Irgendwann hält der Körper die Balance nicht mehr und ein kleiner Auslöser fördert die Probleme zu Tage. Manchmal bleiben die Schmerzen nicht auf den Nacken beschränkt, sondern reichen bis in die Schultern, die Arme oder bis in den Kopf. 

Fast die Hälfte aller Erwachsenen weltweit hat es mindestens einmal im Jahr mit solch akuten Nackenschmerzen zu tun. Doch bei den meisten Betroffenen ist der sogenannte steife Nacken schon nach wenigen Tagen oder Wochen wieder verschwunden. Länger anhaltende oder ständig wiederkehrende Schmerzen, die womöglich auch noch ein Taubheitsgefühl in den Armen mit sich bringen, haben ernstere Ursachen. Diese sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. 

Die akute Verspannung dagegen lässt sich selbst relativ gut in den Griff bekommen. Wärme und leichte Bewegung sind dabei probate Heilsbringer. Unterstützt von einer wärmenden Salbe und einem Schal, sind Dehnungsübungen für den Kopf-Hals-Bereich am wirksamsten. Das funktioniert sogar am Schreibtisch, so dass es den Krankenschein beim steifen Nacken nicht zwingend braucht. 

Hierzu muss man einfach in regelmäßigen Abständen die Arbeit unterbrechen, die Schultern heben, senken und kreisen. Anschließend den Kopf in verschiedene Richtungen neigen und in dieser Haltung kurz verweilen. Wer dabei den jeweils entgegengesetzt liegenden Arm über den Kopf hebt und mit der Hand eine leichten Gegendruck von unten auf den Kopf ausübt, der dürfte die Verspannung sehr zügig wieder lösen. Um der lästigen Schmerzerfahrung in Zukunft aus dem Wege zu gehen, sollten regelmäßige Bewegungsintervalle immer einen Ausgleich zur monotonen Haltung bieten.

In diesem Zusammenhang sind aber auch Nackenschmerzen und Nackensteifheit von Bedeutung, die ihre Ursache eben nicht in einer Fehlhaltung des Körpers haben. Gerade in den letzten Jahren häufen sich in den Praxen die Fälle, bei denen psychosomatische Ursachen für die Pein verantwortlich sind. Unter Medizinern sind diese Auslöser des körperlichen Schmerzes als somatisierte Depression oder als somatoforme Störung bekannt. Hier genügen natürlich nicht einfache Bewegungen zur Entlastung. Es bedarf vielmehr der Abklärung und Behandlung durch Spezialisten.

Im Ergebnis aller Aktivitäten zur Behebung der Nackenschmerzen steht immer ein deutliches Mehr an Lebensqualität. Insofern lohnt sich die Analyse der Ursachen allemal.

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