
Müde und schmerzende Füße am Abend
Nach einem langen Arbeitstag spüren viele Menschen ihre Füße. Sie sind geschwollen, schmerzen und kribbeln. Steigende Temperaturen verstärken das Ganze noch, so dass jede Entlastung zum Feierabend willkommen ist. Es gibt einige probate Empfehlungen, um schmerzenden Füßen etwas Gutes zu tun. Hier ein paar Tipps:
Bewegung
Es klingt ungewöhnlich, ist es aber ganz und gar nicht. Regelmäßige Bewegung tut den Füßen sehr gut. Langes Sitzen oder dauerhaftes Stehen führen zum Stau des Blutes in den unteren Gliedmaßen. Um das zu vermeiden, sind auch während der Arbeit kleine Übungen hilfreich. Heben Sie sich dazu abwechselnd auf die Zehenspitzen, halten diese Position einen Moment und setzen die Füße dann wieder ab. Mehrfache Wiederholungen, auch über den Tag verteilt, fördern die Durchblutung merklich. Zusätzlich sind tägliche Laufstrecken von mindestens 10.000 Schritten von Experten empfohlen, um das gesamte Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten. Eine anspruchsvolle Zahl, aber mit gutem Willen durchaus machbar. Eine große Rolle für die Belastbarkeit spielt immer die Muskulatur der Füße selbst und die der Waden. Diese wird aber nur durch regelmäßige Bewegung gestärkt und erhalten.
Schritte gegen Diabetes
In einer Studie der Deutschen Sporthochschule Köln wurde nachgewiesen, dass die tägliche Gehstrecke von 10.000 Schritten auch wirksam einer Erkrankung mit dem Diabetes-Typ 2 entgegenwirkt bzw. einen bestehenden „Altersdiabetes“ deutlich abmildert. Gleichzeitig wird dadurch den typischen Folgeerscheinungen dieser Erkrankung, wie hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörung und Arteriosklerose vorgebeugt. Grund hierfür ist ein simpler Effekt, den nur permanent aktivierte Muskeln auslösen können. Diese benötigen Energie und die bekommen sie in Form von Glucose geliefert. Damit Glucose aber in die Muskelzellen gelangt, ist unter anderem Insulin notwendig. Die Insulin-Konzentration wird wesentlich durch die Konzentration von Glucose beeinflusst. Je größer die Aufnahme von Zucker ist, desto umfangreicher folgt die Freisetzung von Insulin im Körper. Bewegen wir uns nun nicht entsprechend der angebotenen Energielieferung, so stellen die Muskelzellen verhältnismäßig wenig Eintrittsmöglichkeiten für Insulin und Glucose zur Verfügung. Besteht dieser Zustand über eine längere Zeit, existiert zu viel Insulin im Blut. Das wiederum hat in zu hoher Konzentration unerwünschte Wirkungen.
Bei mehrmaligem Sport pro Woche wird zwar auch Insulin verbraucht, doch nicht immer in ausreichenden Mengen. Geht man jeden Tag aber 10.000 Schritte, bleibt die Aufnahmemöglichkeit der Muskeln konstant. Damit wird das freigesetzte Insulin verbraucht und die negativen Folgen vermieden. Gleichzeitig wird permanent der Kreislauf in Schwung gehalten.
Fußtraining
Damit die Fußmuskulatur gezielt trainiert werden kann, sind Bewegungsübungen des Fußes eine hilfreiche Unterstützung. Dazu setzt man sich auf den Boden, die Füße bleiben unbekleidet. Abwechselnd wird mit den Zehen jeden Fußes versucht, ein Tuch zu greifen und anzuheben. Mit wachsender Übung können die Gegenstände auch anspruchsvoller werden. So eignen sich kleine Bälle oder ähnliches hervorragend dafür. Die Füße kräftigen sich merklich und auch ihre Durchblutung wird erheblich verbessert.
Für eine möglichst lang anhaltende Stabilität der Füße und damit des täglichen Gangs auf ihnen, ist der Erhalt der Wölbung an der Sohle wichtig. Das lässt sich natürlich mit speziell geformten Einlagen erreichen oder aber mit speziellen Übungen. Dazu setzt man sich entweder auf den Boden oder auf einen Stuhl und schlägt den unbekleideten Fuß der einen Seite über das angewinkelte Knie der anderen Seite. Nun werden die Zehen des Fußes mit der flachen Hand in Richtung Fußsohle gedrückt und etwa 2 Minuten gehalten. Anschließend drückt man die Zehen in etwa gleicher Dauer in die entgegengesetzte Richtung. Danach steht der andere Fuß an. Wichtig dabei ist, nicht über die Schmerzgrenze zu gehen. Mit zunehmender Routine tritt ein gewisses Maß an Gewöhnung ein.
Wechselbäder und Massagen
Es ist eine Wohltat für die belasteten Füße: Diese werden abwechselnd in kaltes und in warmes Wasser getaucht. Dadurch weiten sich die Blutgefäße, um anschließend wieder zu verengen. Die Entlastung, durch angeregte Durchblutung, ist sofort und merklich spürbar.
Der Effekt lässt sich natürlich auch unter der Dusche erreichen. Mit einem nicht zu warmen Wasserstrahl werden die Beine, wechselseitig von unten nach oben an der Außenseite und von oben nach unten an der Innenseite abgeduscht. Die Wechseldusche endet hiernach kalt und in gleicher Reihenfolge. Danach fühlt man sich deutlich entspannt, erfrischt und auch beruhigt. Wer es anatomisch komplett richtig machen will, der wandert bei der Abkühlung immer von der rechten zur linken Seite des Körpers.
Aber auch ein längeres Fußbad mit ätherischem Öl als Zusatz, bietet einen solchen Effekt. Zusätzlich wirkt die Massage der Fußsohlen belebend auf die Füße. Sogenannte Massage-Roller oder auch spezielle Latschen mit Noppen leisten hierbei wirksame Dienste.
Schuhwerk
Gut passendes Schuhwerk ist ein wesentliches Kriterium für die Gesundheit jeden Fußes. Dabei sollen vor allem die Zehen genügend Bewegungsraum haben und die Sohle den Fuß gut stützen. Der Idealfall für die Füße ist natürlich das Barfuß laufen. Gerade im nahenden Sommer bietet es sich an, über Sand und grüne Wiesen ganz ohne Schuhwerk zu laufen. Die Füße werden es danken, ohne Schmerzen und mit Stabilität für lange Arbeitstage.
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